Antonia liebt das Wassergefühl

Sie hat im Frühjahr 2017 ihr Abitur gemacht und überlegt sich derzeit, was sie studieren möchte. Eine Bedingung gibt es für Antonia Massone allerdings: Die Schwimmerin der SSG Saar Max Ritter will weiter Leistungssport treiben und für ihr großes Ziel trainieren: Die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Tokio 2020. Als Mitglied des Perspektiv-Teams wird sie dabei von der Sportstiftung Saar unterstützt.

„Meine Eltern waren immer schon sehr sportlich. Meine Mutter war früher Triathletin, da ging ich schon als kleines Kind mit zum Training. Später trat ich dann in einen Schwimmverein ein, das gefiel mir und irgendwann landete ich dann an der Sportschule“, fasst Massone ihre bisherige Schwimmerinnen-Laufbahn zusammen. Für die Initialzündung sorgte dabei ein Negativerlebnis, nämlich das Scheitern in der Sichtung des Schwimmverbandes. „Ich wollte es aber unbedingt schaffen und habe den Ehrgeiz dafür entwickelt und mehr trainiert“, erinnert sich die 20-Jährige. Beim zweiten Mal dann schaffte sie es. Als der Gang an eine weiterführende Schule anstand, wollte sie unbedingt in die Sportklasse. Parallel dazu wurde sie im Schwimmen immer erfolgreicher. „Als ich dann an den Saarlandmeisterschaften teilnehmen durfte, wollte ich dort unbedingt eine Medaille gewinnen“, beschreibt sie ihren unbändigen Ehrgeiz, der sie antreibt: „Dann das Gleiche mit den Süddeutschen und den Deutschen Meisterschaften und immer so weiter. Außerdem macht es mir Spaß. Ich schwimme einfach gerne.“ 

Antonia Massone liebt das „Wassergefühl. Ich war immer schon gerne im Wasser. Dafür muss ich gar nicht mal schwimmen“, sagt sie. Im Laufe der Zeit kam die Leidenschaft des Wettkampfs hinzu. „Der Moment, auf den man sich ein Jahr lang intensiv vorbereitet hat und in dem man neben seiner härtesten Konkurrentin steht und bereit ist, alles zu geben“, erzählt sie, „Das ist einfach toll. Wenn man dann auch noch erfolgreich ist, ist es natürlich noch besser.“ Selbstverständlich ist sie vor wichtigen Wettkämpfen auch nervös. Allerdings weiß sie auch, „dass dieses Gefühl ganz gut ist. Durch diesen Druckmoment, bevor man ins Wasser springt und alles abruft, was man sich im Training erarbeitet hat, schaffe ich es, meine Leistung abzurufen.“

Ihre Leistungen hat die 20-Jährige schon viele Erfolge zu verdanken. 2016 wurde sie zum Beispiel bei den offenen Europameisterschaften Zwölfte über 400 Meter Freistil, ihre Parade-Strecke. „Das war eine Mega-Erfahrung“, schwärmt sie noch heute, „Mein bestes Rennen hatte ich im gleichen Jahr, ein paar Wochen später bei den German Open. Dort habe ich meine Bestzeit um drei Sekunden verbessert und schrammte nur knapp an der Olympia-Norm vorbei. Das war der Hammer, einfach ein geiles Gefühl.“ Für Momente wie diese trainiert sie hart. Sie erinnert sich gerne an sie zurück, um nicht nachzulassen. Um sich zu motivieren, weiterzuarbeiten: „Das hilft“, findet sie.

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